Alles Roger in Kambodscha

By Brita

Gestern war reichlich aufregend. Wir haben die thai-kambodschanische Grenze passiert. Hat ein bisschen gedauert, aber wir haben’s geschafft.

Fruehes Aufstehen macht muede, viel zu muede, stellten wir fest, als wir uns um 7.30 am Morgen trafen, um mit unserem „VIP“-Bus nach Poi Phet zu fahren. Das hatte uns zumindest die nette Dame im Reisebuero zugesichert..

Leider hat die Abfahrt etwas auf sich warten lassen, dafuer wurden wir jedoch mit einen kleinen Morgenkonzert entlohnt. Um 8 Uhr wurde es ploetzlich leise, alle Autos, Tuk-Tuks und alles, was sich sonst irgendwie fortbewegte, hielt an und die Nationalhymne wurde angestimmt.

Nach ungefaehr zwei Stunden fiel dann auch unsere Klimaanlage aus und das Abenteuer begann. Wir naeherten uns nun immer mehr der Grenze. Eine halbe Stunde vor Kambodscha hielten wir noch einmal, um ausgiebig rumzusitzen. Der Stop war als Mittagessen eingeplant, da alle Chauffeure dafuer gute Provisionen einstreichen.

Schliesslich erreichten wir doch die Borderline. Clara bekam tatsaechlich ihren Reisepass wieder und ab in die erste Schlange. Die war sooo schoen, dass wir uns gleich zweimal angestellt haben, das zweite Mal dann auch mit ausgefuellten Papieren.

Die naechste Schlange war schon eher eine Herausforderung. Hier verbrachten gut zwei Stunden, aber wenigstens ueberdacht. Das Klo des Kasinos (eines von mindestens dreien) im Niemandsland war dafuer richtig luxurioes. Es gab richtige Kloschuesseln!! Und Papier!! Klasse!!

Und das beste an allem: wir wurden nicht beklaut. Kathi hat zwar jetzt Kreditkartenabdruecke auf den Fuessen, aber die verschwinden auch wieder. Bis zur naechsten Grenze..

Es gab zwar einige Kinder, die uns anbettelten, aber laengst nicht so viele wie befuerchtet. Ausserdem haben sie nicht versucht, uns zu beklauen wie im Reisefuehrer beschrieben.

Hier ergab sich nun endlich zum fuenften Mal die allerletzte Chance Baht in Dollar oder auch nach Wunsch Dollar oder Baht in Riel zu wechseln. Wir haben sie wohlwissend verpasst.

Mit dem vierten Bus ging’s dann endlich weiter nach Siem Reap, der Stadt direkt neben Angkor. Wer bis jetzt noch nicht genug Abenteuer hatte, kam voll auf seine Kosten, Gratis-Massage inklusive. Die Strasse war ‘leicht’ holprig. Seit zwei Jahren im Bau wird sogar nachts zum Teil gearbeitet. Nach vierstuendiger Fahrt mit weiterer einstuendiger Pause im Niergendwo, erreichten wir mit 5 Stunden Verspaetung Siem Reap. Natuerlich wurden wir direkt an einem Hotel abgesetzt, wo wir aus Erschoepfung und angesichts schoener Zimmer und fairer Preise auch abstiegen.

Hier lernten wir, dass Kakerlaken auch positive Effekte haben, wie zum Beispiel bedeutend mehr Ordnung im Maedchenzimmer. Voila, unser Waeschebaum:

Bild gibt’s morgen

Heute waren wir in Angkor, der Tempelstadt. Dazu aber morgen mehr. Wir muessen schlafen, morgen geht’s schon wieder frueh raus..

29.02.08 (posted one day retarded because of technical problems)

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