Dies Stichwort beschreibt die letzten Tage ganz gut.
Aber erstmal zurueck nach Nha Trang. Die Zugtickets haben wir bekommen und so fuhren wir weiter nach Da Nang.
Kurz nach 6 Uhr morgens waren wir da und sind erstmal Richtung Strand maschiert (ca. 5 km). Dort angekommen, haben wir uns spontan ueberlegt, dass wir ja auch zu dem schoeneren Strand, laut Reisefuehrer, 20 km nach Norden fahren koennten.
Also nahmen wir ein Taxi und los ging’s!!
Leider, oder auch nicht, hatte der Taxi-Fahrer keine Ahnung wo er uns hinbringen sollte und so sind wir in einem kleinen Fischerdorf ca. 40 km noerdlich von Da Nang gelandet. Dort waren wir ab sofort die Hauptattraktion, denn da verirrt sich sonst kein Tourist hin! Allerdings gab es dort eine Schule mit einer Englischlehrerin, die auch sofort zu uns gebracht wurde um uns zu helfen, in der einzigen Unterkunft abzusteigen und den Preis fuer das Essen auszuhandeln, denn Englisch sprach dort erstmal keiner. Erst nach und nach haben wir auch andere Leute gefunden, die etwas Englisch konnten.
Nach der kurzen Nacht dann ein kleiner Mittagsschlaf und ab an den wunderbaren, weissen Pulversandstrand…
Als wir danach eine Runde durch das Dorf drehten, riefen uns alle Kinder „Hello“ zu und winkten, einige liefen uns auch nach.
Am zweiten Tag war uns zunaechst etwas mulmig, denn als wir aufstanden, standen auf einmal einige Militaerwagen vor unserer Tuer. Hatte aber wohl nichts mit uns zu tun.
Auf einem Starndspaziergang haben Jan K. und ich dann Krebse beim einbuddeln beobachtet, riesige Quallen gefunden und jetzt hat Jan zu seinem Stock auch noch die passende Muschel.
Alle waren hier sehr freundlich zu uns und am Abend lud uns unsere „Gastfamilie“ noch zum Essen ein. Sie hatten einen Cousin dazugeholt, der etwas Englisch sprach und so untehielten wir uns etwas. Als wir irgendwann anfingen unsere Postkarten zu holen, um Karten zu schreiben, waren alle ganz aus dem Haeusschen und guckten sich immer wieder die Karten an. Spaeter zeigte uns der Vater dann noch Bilder von dem Begraebnis seiner Mutter, denn das schienen die einzigen zu sein, die sie hatten.
Am naechsten Tag warteten wir um 5 Uhr morgens an der grossen Kreuzung auf den Bus, der nach Hue fahren sollte. Der kam auch kurz nach 5 vorbei, war allerdings auch nur ein Pick-Up mit zwei Baenken auf der Ladeflaeche und nem Dach daruebr und natuerlich schon restlos ueberfuellt. Was also jetzt??
Gluecklicherweise kam die Englischlehrerin vorbei, brachte uns zum Haus des „Busfahrers“ und organisierte uns einen Bus. Der reichte auch gerade so fuer uns und unser Gepaeck, oder wahlweise 14 Vietnamesen
Wir guckten schon leicht skeptisch, als wir auf halbem Weg hielten und noch mehr Fahrgaeste dazukamen. Kurzerhand wurden unsere Rucksaecke auf’s Dach geschnallt und weiter.
Unsere Abenteuerliche Reise endete am Bahnhof von Hue, von wo aus wir auch schnell in die Stadt kamen und ein Hotel fanden.
Nach ausgiebigem Fruehstueck mit Spiegeleiern, Schinken und Co. auf dem Balkon starteten wir am Nachmittag zu einer Motorrad-Tour in die Gegend von Hue. Jan K. durfte sogar selbst fahren!
Das war definitif das beste Fortbewegungsmittel hier, denn wir kamen in kleine Doerfer, fern vom Tourismus, wo Bauern auf den Feldern arbeiteten und Fischer ihre Reusen aus dem Fluss holten.
Natuerlich waren wir aber auch in einer der groessten Kaisergrabanlagen hier. Auf der Ruecktour hatte Jan K. mal richtig Spass, denn die Strassen wurden voller, da der Feierabendverkehr langsam einsetzte. Da hier aber alle nur ca. 20 km/h fahren, war alles ganz ungefaehrlich, sogar das ewige auf der falschen Strassenseite fahren zum Links-Abbiegen.
Morgen geht’s noch in die Zitadell ueber dem Parfumfluss und Abends starten wir dann unsere Weiterfahrt nach Hanoi und in die Ha Long-Bucht, wo wir auf einem Boot uebernachten werden!
Neues dann so bald wie moeglich und Photos auch irgendwann, ich muss jetzt schnell ins Bett, weil’s morgen frueh weitergeht und Photos hochladen hier leider Stunden dauert. Also beim naechsten mal!
Archiv für März 2008
„Hello“
Freitag, 21. März 2008Mekong-Delta, Kommunisten und Nha Trang
Sonntag, 16. März 2008Zunächst einmal eine Entschildigung dass wir so lange nichts geschrieben haben: In kommunistischen Ländern ist das mit dem Internet nicht immer ganz einfach, und wie es aussieht habe ich im letzten Beitrag böse Wörter verwendet, so dass unser Blog von Vietnam nicht mehr normal zu erreichen ist (Aber wozu gibt es Proxys…). Deshalb gab es auch die letzten Tage keine neuen Einträge, und ich werde das jetzt mal möglichst komplett nachholen:
Am Dienstag sind wir wie angekündigt aufgebrochen zu unserer Tour durch das Mekong-Delta. Dort wurden wir ein bisschen mit Booten umhergefahren, durften uns unter Anderem eine Python umhängen, haben gelernt dass Bienen hier auch nichts anderes tun als in Deutschland (wie überraschend!), und durften ein bisschen durch den Dschungel wandern. War zwar ein bisschen zu sehr Touri-artig aufgezogen für meinen Geschmack, aber es war ganz nett. Vor allem konnten wir viele tolle Fotos schießen, die laden wir wohl hoch wenn wir wieder vernünftig auf den Blog zugreifen können.
Abends gab es dann mal wieder ein kulinarisches Highlight: Wasserschlange! Sehr zu empfehlen, schmeckt ein bisschen wie Hähnchen und ist wirklich lecker.
Am zweiten Tag unserer Tour erwartete uns der schwimmende Markt von Can Tho. Ein kompletter Markt, der sich auf den Booten mitten auf dem (einem Arm des) Mekong abspielt. Danach durften wir noch eine Reisnudelfabrik und den Fischmarkt besuchen. Zwischendurch wurden wir eben mit dem Boot umhergefahren, Stefan und ich hielten es für eine gute Idee hinten im nicht übersachten Bereich zu sitzen, was uns Sonnenbrand auf Armen und Beinen einbrachte. Naja, zumindest andere Stellen als letztes Mal.
Abschließend dazu lässt sich noch sagen dass der Mekong wirklich ein Riesen-Fluss ist, allein die Seitenarme im Deltagebiet sind teilweise über einen Kilometer breit, also kein Vergleich mit der heimischen Elbe.
Nach einer langen Busfahrt und einem weiteren Tag in Saigon sind wir dann am Donnerstag abend mit dem Nachtzug nach Nha Trang gefahren, wo wir auch noch ein paar Tage bleiben werden. (Dienstag abend wollen wir weiter nach Da Nang und Hué, wenn wir denn morgen unsere Tickets kaufen können) Hier liegen wir die meiste Zeit am wirklich sehr schönen und recht leeren Strand und machen mal ein paar Tage einfach nur Pause, von Nebentätigkeiten wie Schwimmen und Löcher buddeln (wie gesagt, Fotos folgen) mal abgesehen.
Noch einmal Entschuldigung wegen der langen Wartezeit, entsprechend wird es während unseres Vietnamaufenthalts vielleicht etwas dünner mit den Einträgen als zu Beginn der Reise.
„Vietnam ist ein gaanz anderes Land!“
Montag, 10. März 2008Das wusste schon Forrest Gump. Und irgendwo hat er Recht…
Aber alles der Reihe nach: Aus Phnom Penh sind wir am Tag nach der Ankunft gleich wieder verschwunden, und zwar Richtung Ho-Chi-Minh-Stadt, den meisten wohl besser bekannt als Saigon. Der Grenzübertritt war im Gegensatz zum vorherigen recht unkompliziert, so dass hiervon (zum Glück) nicht viel zu berichten ist: Ein paar Mal aus dem Bus aus- und wieder einsteigen, Gepäck durchleuchten lassen, und schon hieß es „Good Morning Vietnam!“ (Wenn auch am späten Nachmittag)
Und hier in Vietnam ist wirklich vieles ein bisschen merkwürdig: Viele Leute laufen in Schlafanzügen umher, 90% des Straßenverkehrs besteht aus (irgendwie umgebauten) Mofas, Lastwagen spielen beim Rückwärtsfahren kein „Piep Piep“ sondern Happy Birthday, und Weihnachten ist dermaßen beliebt, dass nicht nur überall noch Weihnachtsdeko aufgebaut ist, sondern auch in Restaurants in den Fernsehern Disney-Weihnachtslieder mit Karaokeuntertiteln gezeigt werden. Ich würde dazu gerne noch ein bisschen mehr schreiben jetzt, aber morgen geht’s in der Früh für 2 Tage ins Mekong-Delta. Davon gibt es dann bestimmt auch mal wieder ein paar Bilder.
Weiter geht’s
Freitag, 7. März 2008Wenn Stefan keine Fotos vom Strand und so hochladen wollte, mach ich’s eben. Hier also unsere Bungalows:
Wir hatten in Sihanoukville noch ein paar schoene Tage, obwohl es einen Nachmittag etwas geregnet hat.
Z.B. haben wir einen Nachmittag lang Muscheln gesammelt zusammen mit einem kleinen kambodschanischen Jungen,…
… frische Meerestiere am Strand gegessen …
… und natuerlich auch eine Menge Obst.
Diese Maedchen hier haben gerade mit den Haenden einen Calamaris gefangen:
Heute frueh ging’s dann weiter in die Hauptstadt Phnom Pheng. Gegen Mittag waren wir hier und sind direkt nach dem Zimmersuchen wieder in die Stadt und haben uns den Koenigspalast angesehen.
Morgen frueh gehen Clara, Brita und ich dann noch einmal in ein altes Foltergefaengnis der Roten Khmer um uns ueber die juengere Geschichte des Landes zu informieren.
11.45 Uhr faehrt dann schon unser Bus nach Ho Chi Minh Stadt (Saigon), also fuer alle Nervoesen zu Hause: Raus aus Kambodscha, rueber nach Vietnam. Mal sehen, was wir da so erleben!
PS: Hab auch auf den Angkor-Artikel mal nachtraeglich ein paar Fotos hochgeladen!!!
STRAAAAAND…
Dienstag, 4. März 2008… und endlich keine Japaner mehr
Um meine Eltern zu beruhigen, mal wieder ein Eintrag von mir…
Wir sind nach 3 vollen Tagen Kultur in Angkor (war wirklich super schoen da!) und einer 11 stuendigen Busreise gestern in Sihanoukville angekommen und koennen uns erstmals auf unserer Tour so richtig entspannen. Wir haben chillige Reihenbungalows (leider nicht ganz direkt am Meer) gefunden und geniessen die Abende bei milden 25 Grad und Bob Marley & Co in Bars oder vor unseren Huetten. Intensives Eincremen vor dem Sonnenbad hat nicht ganz so viel genutzt. Brita, Jan & Janina (aka Jan K.) und mich hats erwischt: ein kleiner Sonnenbrand. Ansonsten gibts leider nicht viel zu erzaehlen (ausser dass Jan K. seinen Stock verloren hat), wir machen hier schliesslich Urlaub. Bilder gibt’s auch keine, wir wollen euch nicht zu neidisch machen :p Wann’s weitergeht wissen wir noch nicht so genau. So stay tuned, next stop: Phnom Penh!
Die Ebene von Angkor
Sonntag, 2. März 2008Die letzten drei Tage waren wirklich beeindruckend!
Wie einige von Euch vielleicht schon wissen gab es hier in Kambodscha zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert eine Hochkultur, die enorme Tempelanlagen in der ganzen Ebene von Angkor hintelassen hat. Zunaechst wurden Tempel zu Ehren hinduistischer Goetter wie Shiva oder Vishnu gebaut, spaeter buddhistische.
In den drei Tagen hier in Siem Reap haben wir viele dieser Tempel gesehen.
Ich wuerde Euch jetzt gerne ein paar Photos davon hochladen, dafuer ist das Internet hier allerdings zu langsam… Schade, aber wir reichen welche nach, wenn wir woanders sind!
Etwas unangenehm ist, dass an den Tempeln wirklich viele Frauen und Kinder stehen und einem recht aufdringlich Tuecher, Floeten oder aehnliches verkaufen wollen.
Trotzdem sind die meisten Kambodschaner wirklich sehr nett zu uns gewesen und auch die Kinder, die verkaufen wollten haben mal nen Spass verstanden.
Jan K. ist z.B. gestern irgendeine Frucht von einer Palme vor die Fuesse gefall und als ein Maedchen ankam und uns mal wieder was fuer einen Dollar verkaufen wollte, hat Jan den Spiess umgedreht und ist ihr hinterhergelaufen und sagte die ganze Zeit: „One Dollar. One Dollar, please.“ Irgendwann meinte das Maedchen, dass sich vor lachen kaum noch halten konnte, dass sie 100 Riel bezahlen wuerde und hat sich leicht erschrocken, als Jan dazu ja sagte. Aber sie hat das Geld geholt und brav bezahlt. Vorher wollte sie aber noch unbedingt diesen komischen Touristen ihrer Freundin zeigen und hatte sehr viel Spass dabei.
Danach hat Mr. Jan (gesprochen Dschan) einen Stock gefunden und eine Englaenderin halb zu Tode erschreckt, als er Pirat gespielt hat und dabei vor sie gesprungen ist, als sie um die Ecke kam.
Jetzt aber mal wieder zum sight seeing: gestern sind wir schon um 5 Uhr morgens hier weggefahren um uns den Sonnenaufgang bei Angkor Wat (dem groessten Tempel) anzusehen. Trotz der vielen Japane, die da waren, war es wirklich schoen anzusehen. Besonders toll war auch, als sobald die Sonne einigermassen da war auf einmal alle Bruellkaefer in den Baeumen gemeinsam angefangen haben zu zirpen!
Der Sonnenuntergang von vorgestern war auch schoen, aber wirklich extrem ueberfuellt.
Alles in allem waren die Tage hier wunderbar, aber weil das alles doch auch anstrengend war, fahren wir morgen frueh um sechs Uhr weiter an den Strand von Sihanoukville um ein paar Tage auszuspannen. Neues dann von da und vielleicht auch mal wieder Photos!
Nachtrag:
Alles Roger in Kambodscha
Samstag, 1. März 2008Gestern war reichlich aufregend. Wir haben die thai-kambodschanische Grenze passiert. Hat ein bisschen gedauert, aber wir haben’s geschafft.
Fruehes Aufstehen macht muede, viel zu muede, stellten wir fest, als wir uns um 7.30 am Morgen trafen, um mit unserem „VIP“-Bus nach Poi Phet zu fahren. Das hatte uns zumindest die nette Dame im Reisebuero zugesichert..
Leider hat die Abfahrt etwas auf sich warten lassen, dafuer wurden wir jedoch mit einen kleinen Morgenkonzert entlohnt. Um 8 Uhr wurde es ploetzlich leise, alle Autos, Tuk-Tuks und alles, was sich sonst irgendwie fortbewegte, hielt an und die Nationalhymne wurde angestimmt.
Nach ungefaehr zwei Stunden fiel dann auch unsere Klimaanlage aus und das Abenteuer begann. Wir naeherten uns nun immer mehr der Grenze. Eine halbe Stunde vor Kambodscha hielten wir noch einmal, um ausgiebig rumzusitzen. Der Stop war als Mittagessen eingeplant, da alle Chauffeure dafuer gute Provisionen einstreichen.
Schliesslich erreichten wir doch die Borderline. Clara bekam tatsaechlich ihren Reisepass wieder und ab in die erste Schlange. Die war sooo schoen, dass wir uns gleich zweimal angestellt haben, das zweite Mal dann auch mit ausgefuellten Papieren.
Die naechste Schlange war schon eher eine Herausforderung. Hier verbrachten gut zwei Stunden, aber wenigstens ueberdacht. Das Klo des Kasinos (eines von mindestens dreien) im Niemandsland war dafuer richtig luxurioes. Es gab richtige Kloschuesseln!! Und Papier!! Klasse!!
Und das beste an allem: wir wurden nicht beklaut. Kathi hat zwar jetzt Kreditkartenabdruecke auf den Fuessen, aber die verschwinden auch wieder. Bis zur naechsten Grenze..
Es gab zwar einige Kinder, die uns anbettelten, aber laengst nicht so viele wie befuerchtet. Ausserdem haben sie nicht versucht, uns zu beklauen wie im Reisefuehrer beschrieben.
Hier ergab sich nun endlich zum fuenften Mal die allerletzte Chance Baht in Dollar oder auch nach Wunsch Dollar oder Baht in Riel zu wechseln. Wir haben sie wohlwissend verpasst.
Mit dem vierten Bus ging’s dann endlich weiter nach Siem Reap, der Stadt direkt neben Angkor. Wer bis jetzt noch nicht genug Abenteuer hatte, kam voll auf seine Kosten, Gratis-Massage inklusive. Die Strasse war ‘leicht’ holprig. Seit zwei Jahren im Bau wird sogar nachts zum Teil gearbeitet. Nach vierstuendiger Fahrt mit weiterer einstuendiger Pause im Niergendwo, erreichten wir mit 5 Stunden Verspaetung Siem Reap. Natuerlich wurden wir direkt an einem Hotel abgesetzt, wo wir aus Erschoepfung und angesichts schoener Zimmer und fairer Preise auch abstiegen.
Hier lernten wir, dass Kakerlaken auch positive Effekte haben, wie zum Beispiel bedeutend mehr Ordnung im Maedchenzimmer. Voila, unser Waeschebaum:
Bild gibt’s morgen
Heute waren wir in Angkor, der Tempelstadt. Dazu aber morgen mehr. Wir muessen schlafen, morgen geht’s schon wieder frueh raus..
29.02.08 (posted one day retarded because of technical problems)